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Steckdosen und Schalter im Neubau planen: Vorgehen Raum für Raum

Symbolbild Messgerät an einer Klemmleiste

Die Elektroplanung im Neubau gelingt, wenn Sie vom fertigen Zimmer her denken und nicht vom leeren Grundriss. Setzen Sie die Möbel gedanklich an ihren Platz, überlegen Sie, was dort angeschlossen wird, und markieren Sie die Punkte. Danach ergänzen Sie an jeder Wand einen mehr. Diese Reserve ist der Unterschied zwischen einer Wohnung, in der alles passt, und einer voller Verlängerungen.

Der Rundgang mit dem Möbelplan

Gehen Sie Raum für Raum vor und beantworten Sie jedes Mal dieselben Fragen: Wo steht das Bett, wo der Schreibtisch, wo das Sofa, wo der Fernseher? Wo wird geladen, gearbeitet, gestaubsaugt? Wo hängt eine Leuchte, und von welcher Tür aus möchte ich sie schalten? Diese Fragen wirken banal und sind der ganze Kern der Planung.

Achten Sie besonders auf die Stellen, an denen Sie später nicht mehr herankommen: hinter Einbauschränken, hinter der Küchenzeile, hinter dem Sofa an der Wand. Wer dort eine Steckdose vergisst, hat sie für immer vergessen.

Wo erfahrungsgemäß zu wenig geplant wird

Es gibt Stellen, an denen fast alle knapp planen. Am Arbeitsplatz, weil aus einem Rechner schnell ein Bildschirm, eine Dockingstation und eine Ladeschale werden. Am Bett, weil Leselampe, Wecker und Telefon zusammenkommen. Im Flur, wo Staubsauger und Ladegeräte auftauchen. Im Bad, wo Föhn, Rasierer und Zahnbürste sich eine Dose teilen sollen. Und im Außenbereich, wo regelmäßig gar nichts geplant wird.

  • Arbeitsplatz: mehrere Punkte, dazu Netzwerk
  • Beidseitig am Bett, in der Höhe des Nachttischs
  • Küche: Arbeitsplatte, Insel, Geräte, Dunstabzug
  • Wohnbereich: Medienwand, Sofaseite, Leseecke
  • Flur und Treppenhaus: Reinigung, Laden
  • Keller, Dachboden, Garage, Terrasse, Garten

Höhen und Positionen

Die Höhe entscheidet über die Alltagstauglichkeit. Über der Arbeitsplatte in der Küche gehört sie erreichbar, hinter dem Sideboard tief, im Hauswirtschaftsraum eher hoch. Bei Schaltern gilt: Sie sollten dort sitzen, wo die Hand hingreift, wenn die Tür aufgeht, und zwar an der Seite, an der die Tür aufschlägt. Wenn sich die Türanschlagsseite noch ändert, sagen Sie es rechtzeitig.

Denken Sie beim Licht in Wegen: Wer den Flur betritt, will am Eingang einschalten und am Ende ausschalten können. Wechselschaltungen an Durchgangsräumen, an der Treppe und im Schlafzimmer vom Bett aus ersparen Ihnen jahrzehntelang kleine Ärgernisse. Nachträglich sind sie teuer.

Stromkreise sinnvoll aufteilen

Nicht alles gehört an denselben Stromkreis. Große Verbraucher in der Küche, der Arbeitsplatz, der Serverschrank, der Kühlschrank und die Bereiche mit Feuchtigkeit werden sinnvollerweise getrennt. Der Nutzen zeigt sich erst im Störungsfall: Wenn im Bad etwas auslöst, soll die Gefriertruhe im Keller weiterlaufen.

Sprechen Sie auch über die Aufteilung auf mehrere Fehlerstromschutzschalter. Eine ganze Wohnung an einem einzigen ist zwar zulässig, aber im Alltag unpraktisch.

Was Sie zusätzlich mitplanen sollten

Wo eine Steckdose gesetzt wird, ist der Aufwand für eine Netzwerkdose daneben gering. Dasselbe gilt für Leerrohre in Bereiche, die später vielleicht gebraucht werden. Denken Sie an Rollläden, Türsprechanlage, Rauchwarnmelder, Außenbeleuchtung und den Stellplatz. All das ist im Rohbau ein Handgriff und danach eine Baustelle.

Fazit

Planen Sie mit dem Möbelplan in der Hand, Raum für Raum, und legen Sie überall einen Punkt drauf. Achten Sie auf Höhen, auf Schalter an der richtigen Türseite und auf getrennte Stromkreise. Die Mehrkosten im Rohbau sind gering, das Nachrüsten in der fertigen Wand ist es nicht.

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