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Elektro-Dokumentation: Welche Unterlagen Ihnen gehören

Symbolbild Messgerät an einer Klemmleiste

Nach einer Elektroinstallation gehören Ihnen nicht nur die Leitungen, sondern auch die Papiere: der Nachweis über die durchgeführte Prüfung, ein Plan der Anlage, eine verständliche Beschriftung der Verteilung und die Angaben zu dem, was verbaut wurde. Diese Unterlagen sind Bestandteil einer ordnungsgemäßen Leistung und kein freundliches Extra. Fehlen sie, fehlt Ihnen der Nachweis, dass sauber gearbeitet wurde.

Der Prüfnachweis

Vor der Inbetriebnahme wird eine Anlage geprüft, und das Ergebnis wird dokumentiert. Dieses Papier belegt, dass die Anlage in ordnungsgemäßem Zustand übergeben wurde, und es enthält die gemessenen Werte. Es ist das Dokument, nach dem im Schadensfall gefragt wird, und das Dokument, das ein späterer Fachbetrieb als Ausgangspunkt nimmt. Lassen Sie es sich bei der Abnahme geben und nicht auf Nachfrage in einigen Wochen.

Pläne und Bestandsunterlagen

Ein Stromlaufplan zeigt, wie die Anlage aufgebaut ist und was zu welchem Stromkreis gehört. Bei größeren Anlagen kommt ein Verteilerplan dazu, der die Bestückung dokumentiert. Für Ihren Alltag ist noch etwas anderes entscheidend: der Verlauf der Leitungen in den Wänden. Diesen sieht später niemand mehr, und genau er entscheidet darüber, ob Sie ein Loch bohren können, ohne vorher zu schwitzen.

Deshalb ist der beste Moment für die Dokumentation der, in dem die Wände noch offen sind. Fotografieren Sie jede Wand vor dem Verputzen, mit einem Maßband oder Zollstock im Bild, damit die Lage später nachvollziehbar ist. Diese Bilder kosten nichts und sind über Jahrzehnte nützlich, gerade weil sich niemand daran erinnert, was hinter der Küchenrückwand liegt.

Beschriftung der Verteilung

Die Verteilung ist nur so gut, wie sie lesbar ist. Eine Beschriftung sollte für jemanden verständlich sein, der die Wohnung nicht kennt, und sie sollte den Raum und die Funktion nennen und nicht nur ein Kürzel. Handschriftliche Zettel verblassen, fallen ab oder werden nach dem nächsten Umbau falsch. Bestehen Sie auf einer dauerhaften Beschriftung und darauf, dass sie nach jeder Änderung angepasst wird.

  • Prüfnachweis mit den gemessenen Werten
  • Stromlauf- und Verteilerplan
  • Dauerhafte, verständliche Beschriftung der Verteilung
  • Fotos der offenen Wände mit Maßstab
  • Datenblätter und Anleitungen der verbauten Geräte
  • Bei Steuerungen: die Konfiguration in lesbarer Form
  • Rechnung und Abnahmeprotokoll

Die Unterlagen zu Geräten und Steuerungen

Zu jedem verbauten Gerät gibt es Angaben, und die brauchen Sie: für die Bedienung, für die Ersatzbeschaffung und für den Tag, an dem jemand anderes an der Anlage arbeitet. Besonders wichtig ist das bei Steuerungen. Eine programmierte Anlage, deren Konfiguration niemand hat, ist für jeden Nachfolger eine Blackbox. Verlangen Sie die Konfiguration in einer Form, die auch ein anderer Betrieb lesen kann.

Aufbewahren und aktuell halten

Legen Sie alles zusammen an einem Ort ab, am besten in Papier und zusätzlich digital, und ergänzen Sie nach jeder Änderung. Eine Dokumentation, die den Stand von vor drei Umbauten zeigt, ist schlimmer als keine, weil sich jemand darauf verlässt. Beim Verkauf einer Immobilie ist dieser Ordner ein handfestes Argument: Er zeigt, dass die Anlage gepflegt wurde, und er erspart der Käuferseite die Frage, was wohl hinter dem Putz liegt.

Fazit

Prüfnachweis, Plan, Beschriftung, Gerätedaten und Fotos der offenen Wände: Das ist die Dokumentation, die Ihnen zusteht. Verlangen Sie sie bei der Abnahme, bewahren Sie sie zusammen auf und halten Sie sie aktuell. Sie ist der einzige Teil der Elektroinstallation, den Sie tatsächlich in der Hand halten können.

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