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Vorbereitung auf den Elektriker-Termin: Was Sie vorher klären sollten

Gut vorbereitet ist ein Elektriker-Termin, wenn drei Dinge geklärt sind: was Sie erreichen wollen, wo gearbeitet werden muss und wer während der Arbeiten entscheiden darf. Dazu kommt das Praktische: freigeräumte Bereiche, Zugang zum Zählerschrank, bereitliegende Unterlagen. Jede Minute, die der Betrieb mit Suchen und Räumen verbringt, wird Ihnen als Arbeitszeit berechnet.

Klären Sie zuerst, was Sie eigentlich wollen

Der häufigste Grund für Nachträge ist nicht der Betrieb, sondern die Aufgabe, die sich während der Arbeit verändert. Gehen Sie deshalb vorher jeden Raum durch und schreiben Sie auf, was wohin soll: Steckdosen, Schalter, Leuchtenauslässe, Geräteanschlüsse. Denken Sie an die Möbel, die später dort stehen, und nicht an den leeren Raum, den Sie gerade sehen.

Denken Sie außerdem einen Schritt weiter. Kommt in absehbarer Zeit ein Elektroauto, eine Photovoltaikanlage, ein Ausbau des Dachgeschosses? Wenn ja, sagen Sie es beim ersten Termin. Vorbereitungen kosten während der Arbeiten wenig und danach viel.

Zugang und Informationen bereithalten

Der Zählerschrank ist der Ausgangspunkt fast jeder Maßnahme. Sorgen Sie dafür, dass er frei zugänglich ist und nicht hinter Regalen oder Waschmaschinen verschwindet. In Mehrfamilienhäusern klären Sie vorher, wer den Schlüssel für den Zählerraum hat, und informieren Sie die Hausverwaltung, wenn es nötig ist.

Legen Sie zusammen, was Sie an Unterlagen haben: alte Schaltpläne, Rechnungen früherer Arbeiten, Prüfnachweise, Grundrisse, Datenblätter der Geräte, die angeschlossen werden sollen. Bei Wallbox, Wärmepumpe oder Herd steht auf dem Datenblatt genau, was der Anschluss können muss. Diese Information erspart Ihnen einen zweiten Termin.

  • Zugang zu Zählerschrank, Verteilung und Kellerräumen
  • Vorhandene Pläne und Nachweise früherer Arbeiten
  • Datenblätter der anzuschließenden Geräte
  • Liste der gewünschten Punkte, Raum für Raum
  • Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis

Den Arbeitsbereich vorbereiten

Elektroarbeiten im Bestand erzeugen Staub, und zwar feinen Staub, der sich überall absetzt. Räumen Sie die betroffenen Wände frei, decken Sie Möbel ab und bringen Sie alles weg, was empfindlich ist. Wenn Wände geschlitzt werden, nehmen Sie Bilder und Regale von den angrenzenden Wänden ebenfalls ab, denn die Erschütterung wirkt weiter, als man denkt.

Klären Sie, wo Material abgestellt werden darf und wo Bauschutt hinkommt. Wenn Sie Haustiere haben, überlegen Sie, wo diese während der Arbeit bleiben. Türen stehen offen, Werkzeug liegt herum, und der Betrieb kann nicht auf beides gleichzeitig achten.

Mit der Stromunterbrechung rechnen

Während der Arbeiten ist der betroffene Bereich stromlos, bei Arbeiten an der Verteilung unter Umständen das ganze Haus. Fragen Sie vorher, mit welchen Unterbrechungen zu rechnen ist, und planen Sie danach: Kühlgeräte, Gefriertruhe, Heizung, Serverschrank, Homeoffice. Wer im Homeoffice arbeitet, sollte den Tag anders legen oder sich einen Ausweichplatz suchen.

In Mehrfamilienhäusern informieren Sie die Nachbarn, wenn gemeinsame Stromkreise betroffen sein könnten. Das ist keine Pflicht, erspart Ihnen aber Ärger und ist deutlich angenehmer als eine Diskussion im Treppenhaus.

Entscheidungen vorbereiten

Während der Arbeit kommen Fragen: Genau hier oder etwas weiter links? Diese Bauform oder jene? Wenn niemand da ist, der entscheiden darf, steht die Baustelle, oder es wird ohne Sie entschieden. Legen Sie fest, wer erreichbar ist, und treffen Sie die grundsätzlichen Entscheidungen, etwa zum Schalterprogramm, vorher.

Fazit

Vorbereitung kostet Sie einen Abend und spart Ihnen Stunden auf der Rechnung. Schreiben Sie Ihre Wünsche raumweise auf, denken Sie an später, machen Sie den Zählerschrank frei, legen Sie Unterlagen bereit und räumen Sie den Arbeitsbereich. Danach kann der Betrieb das tun, wofür Sie ihn bezahlen, statt Möbel zu rücken.

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